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Berufliches Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten in Emscher - Lippe

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Die Schwerpunkte des BQN Emscher-Lippe

Ausbildungsplätze für die Region
Ein Schwerpunkt ist die Ansprache von Betrieben, insbesondere die Zusammenarbeit mit Unternehmern, die selbst Migranten sind. In der Region gibt es ungenutzte Potenziale an Ausbildungsplätzen, besonders in kleineren Betrieben. BQN Emscher-Lippe will durch Beratung, Begleitung und Unterstützung der Betriebe Ausbildungshemmnisse abbauen und dazu beitragen, dass Entscheidungsträger die Potenziale der Jugendlichen mit Migrationshintergrund besser erkennen. Viele junge Migrantinnen und Migranten haben besondere Kompetenzen wie interkulturelles Wissen und Mehrsprachigkeit, die angesichts der europäischen Märkte für Unternehmen notwendig und wertvoll sind. Hinzu kommt, dass in den nächsten Jahren die Zahl der einheimischen deutschen Schulabgänger sinken wird. Den Betrieben werden absehbar junge gut ausgebildete Fachkräfte fehlen.


Sprachförderung und Beratung im Übergang von der Schule zum Beruf
Ein weiterer Schwerpunkt des BQN ist die Verknüpfung und Ergänzung der bestehenden Angebote zur Bildungsberatung und zur Sprachförderung. Das BQN-Netzwerk will diese Angebote weiterentwickeln und die Lücken in der Beratung aufspüren. Junge Migrantinnen und Migranten und deren Eltern sollen besser informiert werden über Sprachförderung, über die duale Ausbildung, die neuen Berufsbildern und die Zukunftsberufe in der Region. Das BQN plant dazu Veranstaltungen in Kultur- und Moscheevereinen, für Elterninitiativen und Schulen. Migrantenorganisationen, Kulturvereine und Ausländerbeiräte, die im BQN mitarbeiten, werden diese Aktivitäten leiten und die anderen Netzwerk-Partner beraten. Hinzu kommen Seminare für junge Studierende mit Migrationshintergrund. Sie werden im BQN als Multiplikatoren ausgebildet und sollen als Vorbilder und Ansprechpartner für Jugendliche die „Hilfe zur Selbsthilfe“ stärken.



Chancen für angeblich „Chancenlose“
In einer Region wie Emscher-Lippe mit besonders geringem Lehrstellen-Angebot haben jugendliche Migrantinnen und Migranten mit schlechten oder gar keinen Schulabschlüssen so gut wie keine Chance auf einen Ausbildungsplatz. Hier sind besondere Anstrengungen nötig, um trotzdem zu helfen. In manchen Kommunen gibt es bereits innovative Ansätze, um diese „chancenlosen“ Jugendlichen zu unterstützen. Diese Beispiele sollen im BQN gestärkt und weiter entwickelt werden. In der Region soll ein Netzwerk entstehen, das dazu beiträgt, solche Beispiele guter Praxis auch in anderen Kommunen zu übernehmen.


Wissenschaftsnetzwerk Emscher-Lippe
Die Region Emscher-Lippe weiß zu wenig über sich selbst – besonders wenn es um das Thema der Berufschancen für Migranten und Migrantinnen geht. Das BQN Emscher-Lippe wird daher ein Wissenschaftsnetzwerk errichten, das wissenschaftliche Kenntnisse für die Region zugänglich macht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Nachbar-Universitäten und Instituten werden mit regionalen Akteuren aus der Praxis zusammenarbeiten. Damit soll fundiertes wissenschaftliches Wissen über die regionalen Probleme beim Übergang von der Schule zum Beruf neu entstehen und im Alltag nutzbar sein.


Öffentlichkeit
Warum berichten die regionalen Medien – Zeitungen und Radio - so selten über die berufliche Situation von jungen Migrantinnen und Migranten? Und warum hört man meist von negativen „Problemfällen“ und so selten von „positiven Beispielen“ und guten Lösungen?BQN Emscher-Lippe will den Blick verändern. Wir wollen öffentliche Debatten anstoßen zum Thema „Zukunft in Emscher-Lippe“, in denen junge Migrantinnen und Migranten so erscheinen, wie sie sind: als aktive Persönlichkeiten mit vielen wertvollen Fähigkeiten und eigener Meinung, die über die Zukunft der Region mitbestimmen. Und wir wollen die „Migrantenöffentlichkeit“ mit ihren besonderen Medien und Verbreitungswegen erreichen. Damit Integration praktisch wird: durch die gemeinsame Arbeit aller Beteiligten.