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Berufliches Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten in der Sächsischen Schweiz

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Veröffentlichungen

Ergebnisbericht zur DJI Befragung an Schulen im Landkreis Sächsische Schweiz


Schule – und dann ?
Im April 2004 erfolgte im Rahmen des BQN Sächsische Schweiz eine Schülerbefragung des Deutschen Jugendinstitutes „ Schule – und dann? “ an Schulen im Landkreis Sächsische Schweiz.


Ziel der Befragung war es zu erfahren, welche Wege Schüler nach der Schule einschlagen, wer sie wie durch Prozesse der Berufsorientierung auf diesem Wege vorbereitet hat und welche Übergangshilfen die Schüler nutzen konnten und tatsächlich genutzt haben.


Dabei wurde ausschließlich die Sicht und Wahrnehmung der Jugendlichen erfragt.


Diese Befragung ist als Längsschnittstudie angelegt, so dass sich an diese Befragung weitere telefonische Kontakte zwischen den befragten Jugendlichen und dem DJI anschließen, um über den tatsächlichen Verbleib und Werdegang Informationen zu erhalten.


Diese telefonische Befragung ist noch nicht abgeschlossen.


Erste Ergebnisse liegen in Form von Broschüren sowohl bezogen auf die bundesweite Befragung als auch auf die befragten Schulen im Landkreis Sächsische Schweiz vor.


Die hier dargestellten Ergebnisse verstehen sich als eine Zusammenfassung dieser Broschüren.


In der Gesamtauswertung des DJI heißt es:
„ …Es geht darum, für die Zukunft Aussagen darüber treffen zu können, welche Voraussetzungen es sind, die Übergänge für benachteiligte Jugendliche leichter gelingen lassen und welche Maßnahmen seitens der Schule, der Jugendberufshilfe und der Arbeitsagenturen einen unterstützenden Einfluss darauf haben…“


Wer wurde befragt?
Das DJI e.V. München hat bundesweit fast 4.000 Schüler und Schülerinnen in Abgangsklassen von Hauptschulen befragt.


Im Landkreis Sächsische Schweiz waren das 8 Klassen mit 132 Schülern und Schülerinnen aus den Schulen An diesen drei Schulen lernen auch Schüler und Schülerinnen mit Migrationshintergrund.
Von den 132 befragten Schülern hatten 11 Schüler einen Migrationshintergrund.


Die tatsächliche Anzahl der Schüler in den Abgangsklassen ist höher, aber durch die Freiwilligkeit der Befragung, fehlende schriftliche Bestätigung der Eltern und die Abschlussfahrten von zwei Hauptschulklassen konnte nur oben genannte Zahl von Schülern und Schülerinnen befragt werden.


Die vom DJI zur Verfügung gestellten Auswertungen zeigen, dass sich die Ergebnisse aus dem Raum Sächsische Schweiz in den meisten Bereichen nur unwesentlich von denen der Gesamtgruppe unterscheiden.


Ein deutlicher Unterschied ist im Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund festzustellen: dieser ist deutlich geringer als im bundesweiten Durchschnitt.


Die Frage, welchen Weg sie nach der Schule einschlagen wollen, beschäftigt Jugendliche kurz vor dem Verlassen der Schule in besonderer Weise. Aber auch Personen aus ihrem Umfeld setzen sich mit diesem Thema auseinander. So sind die Eltern, die Freunde, die Schule oder auch die Arbeitsagentur in Überlegungen involviert, welche Übergänge die Schüler und Schülerinnen wie gestalten wollen. Dabei ist den Jugendlichen mehr oder weniger bewusst, dass die Übergänge von der Schule in Ausbildung und Arbeit in den letzten Jahren zunehmend schwieriger geworden sind.


Sprache


Familiäre Unterstützung bei Hausaufgaben


Schulzufriedenheit


Pläne nach Beendigung der Schule


Bewerbungen um einen Ausbildungsplatz


Wie bereitet die Schule auf die Berufswahl vor?
Neben den Eltern, Mitschülern und Freunden spielt die Schule eine wesentliche Rolle, die Schüler auf die Berufswahl vorzubereiten. Das trifft für Schüler, die nur geringe Unterstützung aus dem familiären Umfeld erhalten können, noch deutlicher zu – so die Ergebnisse der bundesweiten Befragung.


Hast du von der Schule Unterstützung für deine Berufswahl bekommen? Ja/ nein
An wie vielen Tagen habt ihr das Thema Berufswahl behandelt?
Und wie viel hat dir das für die Wahl eines Berufes geholfen?


29 % der Schüler geben an, keine Unterstützung durch die Schule zu erhalten.
Es ist anzunehmen, dass Bewerbungsgespräche und Bewerbungsunterlagen nicht als Unterstützung im Rahmen der Berufsorientierung gewertet werden.
Überall haben die Schulen die Themen im Unterricht behandelt.


Wurden Tests, Berufseignungsverfahren eingesetzt?
Hast Du zur Feststellung deiner beruflichen Fähigkeiten und Wünsche einen Test gemacht, einen Fragebogen ausgefüllt oder an einem mehrtägigen Berufseignungsverfahren teilgenommen? Ja, nein, Anzahl der Tage
Wie viel hat dir das für die Wahl eines Berufes geholfen?


Obwohl die Schulen selbst oder mit externen Partnern gemeinsam Fähigkeitsprofile erstellen, Tests oder Kompetenzfeststellungsverfahren üben und in der Regel auch alle Schüler und Schülerinnen im BIZ Tests/ Vergleiche von Berufswünschen und beruflichen Fähigkeiten durchführen, geben 42 % an, dass sie noch nicht damit konfrontiert waren. Von den Jugendlichen, die mit ja geantwortet haben, haben diese Verfahren über 60% als hilfreich bewertet.


Praktikum
Hast du schon einmal ein Praktikum in einem Betrieb oder einer Werkstatt gemacht? Ja, nein, Anzahl der Praktika
Und wie viel hat dir das für die Wahl eines Berufes geholfen?


9 % waren in keinem Praktikum 91 % gaben an, schon im Praktikum gewesen zu sein,


Das ist auch deshalb als bedenklich einzuschätzen, da die Bedeutung des Praktikums bundesweit und auch im Landkreis als sehr hoch eingeschätzt wird, 70 % der Schülerinnen und Schüler schätzen die Praktika als hilfreich bei der Berufswahl ein.




Berufsberatung
Hast du für deine Berufswahl Unterstützung durch das Arbeitsamt oder den Berufsberater bekommen? Ja, nein
Wie oft warst du im Arbeitsamt, im BIZ oder beim Berufsberater?
Wie viel hat dir das für die Wahl deines Berufes geholfen?


Die genannte Anzahl der Besuche im BIZ (und Berufsberater) schwankt zwischen eins und zehn. 50% der Schüler hatten 2- bis 3-mal Kontakt zur Berufsberatung.


35% der Jugendlichen gibt an, dass die Arbeitsagentur sehr hilfreich bei der Wahl des Berufes war, weitere 53% antworten mit „etwas“.


Unterstützungen insgesamt
Hier wurde aus der Sicht der Schüler verglichen, welche Unterstützungen (Berufsberatung, Tests, Praktika und Schule) für sie am hilfreichsten waren.


Der Stellenwert der Praktika ist am höchsten mit sehr viel bewertet, obwohl im Landkreis in der Regel nur ein Praktikum durchgeführt wird.


Einschätzung der Chancen auf Ausbildungs- und Arbeitsplatz
Wie sicher bist du, nach der Schule einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu bekommen?


Vorstellung, welcher Beruf erlernt werden soll
61% der Befragten sind sich ziemlich sicher und 29% sind sich noch unsicher, welchen Beruf sie erlernen sollen


Problembelastungen
Die Auseinandersetzung mit der Zukunft und dem, was ihnen diese bringen wird, ist offenbar ein wichtiges Themenfeld, mit dem sich die Jugendlichen beschäftigen. Von 37 % wird die Zukunft als Problem behaftet gesehen (hohe Nennung von Mädchen).