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Berufliches Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten in Rheinland-Pfalz

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Das Modellprojekt Mainz

In das BQN Rheinland-Pfalz sind zwei kommunale Modellprojekte integriert. Ziel ist es aus der Analyse lokaler Zusammenhänge und den Erfahrungen vor Ort Hinweise für einen Entwurf zur verbesserten Förderpraxis auf der Landesebene zu erhalten. Das lokale Modellprojekt in der Stadt Mainz wird vom Bildungsträger INBI gGmbH koordiniert. Die Schwerpunkte des integrierten Projekts liegen inhaltlich auf


Grundlage der Projektarbeit in Mainz ist die Analyse der lokal vorhandenen Ausbildungsförderungsangebote sowie der Ausbildungsförderungsstruktur. Der Fokus liegt dabei auf der Frage, inwiefern diese für die berufliche Integration der Migrantinnen und Migranten erfolgsversprechend sind. Voraussetzung dieser Arbeit ist zunächst eine genaue Bestandsaufnahme. Darauf aufbauend werden dann gemeinsam mit lokalen Partnerinnen und Partnern bedarfsgerechte Konzepte, die alle darauf abzielen die Chancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen (weiter-)entwickelt und umgesetzt. Zwei verschiedene Teilprojekte aus dem Bildungsbereich setzten genau an diesem Punkt an:


Am Beispiel einer Ganztagsschule im Grundschulbereich, die einen hohen Anteil an Migrantinnen und Migranten hat, wird die Umsetzung der neu initiierten Ganztagsangebote unter die Lupe genommen. Wir wollen Ansatzpunkte zur besseren Förderung der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund finden, Schwachstellen identifizieren und gemeinsam mit der Schule und den beteiligten Trägern und anderen Akteuren weitere Angebote entwickeln.


Zum anderen wird in Kooperation mit dem durch Bundes- und ESF-Mittel geförderten Netzwerk „Lernende Region Mainz/Mainz-Bingen - Step on!“ an der Konzeption eines Beratungsmodells gearbeitet, das bestehende Lücken an der Schnittstelle Schule-Ausbildung-Beruf für Migrantinnen und Migranten schließt. Mit unterschiedlichen methodischen Instrumenten, wie Fragebogenerhebungen und Interviews werden aktuelle Angebote und Bedarfe erfasst, um hieraus ein zielgruppengerechtes Modell zu entwickeln. Wichtig ist uns dabei die aktive Beteiligung der verschiedenen Arbeitsmarktakteure, um Konzepte erfolgreich in die Praxis zu überführen.


Weitere zwei Projekte setzen an der Aufarbeitung und Weitervermittlung bestehenden Wissens über die Zielgruppe an: In sogenannten Experten- und Expertinnengesprächen treffen sich Fachleute mit Migrationshintergrund, mit dem Ziel ihr Erfahrungswissen systematisch aufzuarbeiten und dieses in neue Konzepte der beruflichen Integration einzubringen. Dabei spielt wesentlich die zweifache Blickrichtung der Expertinnen und Experten eine Rolle: Zum Einen die Erfahrung als Migrantin bzw. Migrant selbst und zum anderen die professionelle Seite als Bildungsexpertin bzw. Bildungsexperte. Grundlegendes Ziel ist die Partizipation von Migrantinnen und Migranten an Planungs- und Entscheidungsprozessen im Bereich der Ausbildungs- und Arbeitsmarktförderung.

In Kooperation mit dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung und dem interdisziplinären Studiengang „Europäische Migration“ der Johannes Gutenberg-Universität Mainz werden halbjährlich Seminare zum Thema Übergang von Jugendlichen mit Migrationshintergrund von der Schule in das Berufsleben angeboten. So fand z.B. ein Seminar mit dem Titel „Schulversagen – Schulerfolg“ statt.


Lokale Ausbildungsförderungs- und Migrationspolitik

Das lokale Modellprojekt Mainz arbeitet zudem mit unterschiedlichen kommunalen und landesweiten Gremien für Migrationspolitik zusammen - so z.B. mit dem Arbeitskreis Multikulturelle Gesellschaft, der Rheinland-pfälzischen Initiative für Integration (RIFI), dem Initiativausschuss Migration und dem Ausländerbeirat - und versucht dadurch Einfluss auf die Politikbereiche Migration und Arbeit zu nehmen.


Insbesondere bei der Entstehung, Entwicklung und Umsetzung der Migrationskonzeption der Stadt Mainz engagiert sich das Modellprojekt Mainz. Ein Fokus liegt auch hier auf der Analyse und Dokumentation von Entscheidungsprozessen.